Russland & SU

DAS VORLIEGENDE MATERIAL (DIE INFORMATIONEN) WURDE VON DEM AUSLÄNDISCHEN AGENTEN DES PROJEKTS „POSLE“ ERSTELLT, VERBREITET UND (ODER) ÜBERMITTELT, ODER BEZIEHT SICH AUF DIE TÄTIGKEIT DES AUSLÄNDISCHEN AGENTEN DES PROJEKTS „POSLE“ 18+ [Vorbemerkung der Redaktion Posle zum Artikel – Red. Blog E & G] *** Warum ist die demografische Krise der 2020er Jahre gefährlicher als die Krise der 1990er Jahre? Wie zerstört Krieg das demografische Potenzial eines Landes? Wohin führt die Ablehnung von Migrant:innen? Der Demograf und Experte des NEST Centre, Salawat Abylkalikov, über den unvermeidlichen Bevölkerungsrückgang und die Scheinmaßnahmen der staatlichen sozialdemografischen Politik In den letzten Jahren ist die Demografie wieder zu einem der zentralen Themen der staatlichen Rhetorik geworden. In dieser Hinsicht ist Russland in vielerlei Hinsicht zu [...]

Wie in jedem Jahr am 1. September demonstrierten auch in diesem Jahr Linke in Deutschland und anderen Ländern gegen den Krieg und für den Frieden. Zum 87. Mal jährte sich der Tag, an dem Nazi-Deutschland 1939 Polen überfiel und den Zweiten Weltkrieg in Europa eröffnete. Angesichts der gegenwärtigen Kriege und der Angst vor neuen Kriegen wird leider von vielen Friedensfreund:innen und Linken verdrängt, dass der Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen eine Vor- und parallel hierzu ablaufende Geschichte hat, die nicht gerade ein Ruhmesblatt in der Geschichte eines erheblichen Teils der Linken ist. Die einen Linken erlagen wichtigen Fehleinschätzungen über die Aggressivität des deutschen Faschismus, die anderen paktierten offen mit den Nazis und wurden zu Kumpanen Hitler-Deutschlands beim Überfall auf Polen. Doch [...]

25. August 1968: Offener Brief der überlebenden Gefangenen des KZ Ravensbrück aus der Tschechoslowakei zur Solidariität mit dem überfallenen Land

In diesem Jahr wurde die Erinnerung an den „Prager Frühling“ und seine brutale Niederschlagung durch die sowjetische Armee und den Warschauer Pakt von der linken Öffentlichkeit völlig ignoriert. Keine linke Zeitung erinnerte an diesen entscheidenden historischen Moment, als seit dem 21. August 1968 eine der wichtigsten sozialistischen Freiheitsbewegungen des Ostblocks brutal von sowjetischen Panzern unterdrückt wurde. In der Tschechoslowakei waren die Reformdebatten am weitesten forgeschritten, die – nach Chrustschows Enthüllungen von einigen Verbrechen Stalins auf dem XX. Parteitag der KPdSU 1956 sowie besonders nach den Moskauer Ermutigungen zu Wirtschaftsreformen seit dem XXII. Parteitag der KPDSU 1961 – im Ostblock geführt wurden. In der ČSSR verbanden sich die zunächst technokratischen Debatten über Wirtschaftsreformen, wie sie in der Sowjetunion oder in der [...]

Die staatliche Repression erreicht jetzt auch die russischen Gewerkschaften. Können sie in Putins Russland überleben?

Am 9. April geschah, was lange zu befürchten stand: Maskierte Sicherheitskräfte stürmten das Hauptquartier des zweitgrößten gewerkschaftlichen Dachverbandes des Landes, der Konföderation der Arbeit Russlands (Konfederazija truda Rossii, KTR), und die Büros ihrer zwei größten Mitgliedsverbände: der Föderalen Gewerkschaft der Fluglotsen und der Russischen Seeleutegewerkschaft. Flankiert wurden die Razzien von einer Hetzkampagne in kremlnahen Telegram-Kanälen: Den Gewerkschaftsführer:innen wurden subversive Tätigkeiten vorgeworfen, die angeblich von „Feinden Russlands“ finanziert worden seien. Bisher ist es weder zu Verhaftungen noch zur Eröffnung von Strafverfahren gekommen. Ob dies so bleibt oder die russischen Gewerkschafter:innen das Schicksal ihrer belarussischen Kolleg:innen teilen werden, die vom Lukaschenka-Regime inhaftiert oder ins Exil gezwungen wurden, ist ungewiss. Welche Auswirkungen haben der Ukrainekrieg und die Entwicklung des Putin-Systems hin zum Totalitarismus [...]

Aus der Sicht der Schule des sozialistischen Humanismus setzt sich der Historiker Christoph Jünke kritisch mit den langen Schatten auseinander, die der, das 20. Jahrhundert maßgeblich prägende, Stalinismus über den Tod seines Begründers J. W. Stalin hinaus bis in die Gegenwart wirft. Weil Christoph Jünke Stalinismus nicht nur als Politik Stalins fasst, sondern als System von Politik und Ideologie, erkennt er auch in intellektuellen wie praktischen Bewegungen der Linken im Westen wie in anderen Weltregionen stalinistische Charaktere. Die Redaktion In der Geschichte des 20. Jahrhunderts nimmt der Stalinismus einen herausragenden Platz ein. Aufgekommen als Begriff für die sowjetrussische Zeit unter Josef Stalin bezeichnet „Stalinismus“ zunächst und vor allem eine spezifisch historische Erscheinung – ein spezifisch gesellschaftspolitisches Herrschaftssystem mit seiner Gesellschaftsform [...]

Seit einigen Monaten findet in der SoZ eine Debatte über den Charakter der DDR statt. Ausgelöst hat diese Kontroverse ein Leserbrief von mir, in dem ich die Einschätzung von Angela Klein und Wolfgang Pomrehn scharf zurück gewiesen habe, die DDR sei eine reale Alternative zur Bundesrepublik gewesen, was sich auch darin zeige, dass der Westen bis heute die Erinnerung an diese Alternative zu ihr auslöschen wolle (SoZ 12/2025, S.2). Ich betone demgegenüber den stalinistischen Herrschafts- und Ausbeutungscharakter der DDR und behaupte, dass sich mit der „kalten Kriegslogik“ vom Kampf des Westens gegen den Osten die heutige Weltlage nicht erklären ließe (SoZ, 1/2026, S.20). Es folgte ein Leserbrief von Klaus Dallmer, offensichtlich die Haltung von Klein und Pomrehn unterstützend, der in [...]

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