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Emanzipation & Geschichte
Der Völkermord an Sinti und Roma
- Bundeszentrale für politische Bildung, Zentralrat Deutscher Sinti und Roma
- 5. August 2026

Das Bild zeigt die Deportation von Sinti und Roma 1940 aus Stuttgart ins Konzentrationslager. Wer von Auschwitz hört oder an Auschwitz denkt, denkt üblicher Weise an die fabrikmäßige Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden. Das monströse Vorhaben der deutschen Nazis, etwa 11 Millionen Jüdinnen und Juden Europas zu töten, lässt zurecht erschaudern und den Blick auf sie fokussieren. Doch wer an Auschwitz denkt und ausschließlich an jüdische Opfer der Nazis, denkt zu eng und zu kurzschlüssig. Denn Auschwitz war weit mehr, als eine Vernichtungsmaschine für Jüdinnen und Juden. Auschwitz war auch eine Vernichtungsmaschine für andere Personengruppen. Und: Auschwitz war ein Komplex von drei Lagern und bestand nicht nur aus dem Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Ebenso dazu gehörte das ursprüngliche Konzentrationslager Auschwitz I, [...]
- Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma
- 4. August 2026

In der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau wurde am 2. August 2026 an die Ermordung der Angehörigen der Sinti und Roma im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau vor 82 Jahren erinnert. In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurden 4300 Sinti und Roma, überwiegend ältere und kranke Menschen sowie Kinder, von der SS gegen ihren erbitterten Widerstand in die Gaskammern von Auschwitz getrieben. Das Europäische Parlament hatte im Jahr 2015 den 2. August zur Erinnerung an die 500.000 Angehörigen der Minderheit, die im NS-besetzten Europa ermordet wurden, zum Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma, erklärt Auch deshalb hat eine international besetzte Delegation des Europarates an der Veranstaltung teilgenommen. Auf dem Weg zur Gedenkveranstaltung in Auschwitz-Birkenau: Istvan Gyöngyösi, Abgeordneter des ungarischen Parlaments, Krisztian Köszegi, [...]
- Komitee für Grundrechte und Demokratie e. V.
- 16. Juli 2026

Obwohl die Polizei ihr formuliertes Einsatzziel mit dem pünktlichen Beginn des Parteitages bereits weitestgehend erreicht hatte, hielt sie die einschränkenden Maßnahmen lange aufrecht. Trotz insgesamt ruhiger Lage demonstrierte die Polizei vielerorts ihre Macht durch Willkür und Gewalt. Neben einem überdimensionierten Polizeieinsatz kam es zu Bedrohungen durch rechte Livestreamer und aggressive Anwohnende. Zugleich unterstützte die Erfurter Stadtgesellschaft die Proteste gegen die AfD sehr breit und beteiligte sich auf vielfältige Weise. Als Komitee für Grundrechte und Demokratie waren wir am Samstag, den 4. Juli 2026, mit 17 Demo-Beobachter*innen mit Autos, Fahrrädern und zu Fuß in mehreren Teams unterwegs. Wir haben sowohl in der Innenstadt, als auch um Erfurt herum auf den Zufahrtsstraßen und bei Protestblockaden den Umgang mit Versammlungsfreiheit und Versammlungsteilnehmer*innen beobachtet [...]
Norbert Kollenda ist tot
- Bernd Gehrke
- 5. Juli 2026

Unser Freund, Kollege und Genosse Norbert Kollenda ist tot. Er verstarb am 21. Juni 2026 nach einer Operation. Er gehörte zu den wenigen deutschen Linken, die sich Jahrzehnte lang systematisch und mit Verve für eine enge Zusammenarbeit zwischen deutschen und polnischen Linken engagierten. Durch dieses Engagement haben wir Norbert kennen und schätzen gelernt und mit ihm als AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West seit vielen Jahren zusammengearbeitet. Geboren wurde er am 30. Dezember, im Kriegsjahr 1941 in einer katholischen Familie im oberschlesischen Gleiwitz, der Stadt, die in die Geschichtsbücher einging, weil sie der Ort der inszenierten Provokation war, die Hitler-Deutschland 1939 den Vorwand für den Überfall auf Polen lieferte. Nach 1945 erlitt Norbert das Schicksal jener deutschen Familien in Schlesien, die [...]
Ein Kommentar zum Demo-Aufruf für den 27. Juni 2026: „Es reicht!“
- Bernd Gehrke
- 26. Juni 2026

An einem breiten Bündnis aus AWO, Sozial- und Wohlfahrtsverbänden, dem Berliner Mieterverein, BUND und anderen Vereinigungen, das zum Protest gegen die Angriffe auf den Sozialstaat aufruft, beteiligen sich an prominenter Stelle der DGB und acht Einzelgewerkschaften Berlin-Brandenburgs. Das ist hervorhebenswert! Fast täglich prasseln immer neue Attacken von Seiten des Kapitals und aus den Reihen etablierter Mitte-Parteien auf die Bevölkerung in Deutschland herab. Voran Kanzler Friedrich Merz und sein Umfeld. Das Motto: Wir können uns das heutige Sozialsystem nicht mehr leisten, weil wir über „unsere Verhältnisse leben“. „Reformen“ werden auf den Weg gebracht, die gegen von der Arbeiter:innenbewegung historisch erkämpfte Reformen gerichtet, also Konter-Reformen sind. Sie benachteiligen diejenigen, die ohnehin schon kaum über die Runden kommen, während jene bevorteilt werden, die [...]
Demonstration
- Demobündnis 27. Juni 2026
- 25. Juni 2026

Demonstration 27.06.2026 von 12:00 – 16:00 Invalidenpark, Berlin +++ Beachte die Hinweise zum Hitzeschutz unten auf dieser Seite +++ Wir, ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, AWO, Sozial- und Wohlfahrtsverbänden sowie Berliner Mieterverein, rufen auf, die Angriffe auf unseren Sozialstaat nicht unwidersprochen hinzunehmen. Jetzt reicht’s! Komm zur Demo für den Sozialstaat am 27.06.2026 | 12:00 Uhr Invalidenpark, Berlin Ende Juni veröffentlicht die Bundesregierung ihre „Reformpläne“, die vor allem massive Kürzungen unserer sozialen Sicherheit nach sich ziehen werden. Weniger Gesundheitsleistungen, sinkende Rente, steigende Pflegekosten, länger arbeiten – die Liste der Grausamkeiten ist lang. Die Lasten werden den Beschäftigten aufgeladen – während die Reichen und Vermögenden verschont werden. Das ist ungerecht! Der Sozialstaat ist kein Problem – er ist die Grundlage für Sicherheit, [...]
Aufruf der Gewerkschaft NGG-Ost
- NGG-Ost
- 24. Juni 2026

Ob Rotkäppchen aus Freyburg, das „Saskia“-Mineralwasser von MEG, die Großbäckerei Bonback in Halle, Burger Knäcke, Ditsch, Freiberger oder Hasa: Viele bekannte Marken und erfolgreiche Unternehmen produzieren in Ostdeutschland. Doch die Beschäftigten, die ihren Erfolg tagtäglich erarbeiten, werden noch immer schlechter bezahlt als ihre Kolleginnen und Kollegen im Westen. Dieser Aufruf wurde durch die Gewerkschaft für Nahrung und Genuss (NGG), Bereich Ost, gestartet und über WeAct! sowie Campact verbreitet. Die kleine Gewerkschaft NGG gehörte in den letzten Jahren zu den kämpferischsten, am häufigsten streikenden und im „Häuserkampf“ erfolgreichsten deutschen Gewerkschaften. Der AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West schließt sich den Forderungen der NGG-Ost nach dem Einreißen der nach wie vor bestehenden Lohnmauer zwischen Ost- und Westdeutschland an. Unterstützt den Kampf der NGG [...]
Die staatliche Repression erreicht jetzt auch die russischen Gewerkschaften. Können sie in Putins Russland überleben?
- Azamat Ismailow
- 11. Juni 2026

Am 9. April geschah, was lange zu befürchten stand: Maskierte Sicherheitskräfte stürmten das Hauptquartier des zweitgrößten gewerkschaftlichen Dachverbandes des Landes, der Konföderation der Arbeit Russlands (Konfederazija truda Rossii, KTR), und die Büros ihrer zwei größten Mitgliedsverbände: der Föderalen Gewerkschaft der Fluglotsen und der Russischen Seeleutegewerkschaft. Flankiert wurden die Razzien von einer Hetzkampagne in kremlnahen Telegram-Kanälen: Den Gewerkschaftsführer:innen wurden subversive Tätigkeiten vorgeworfen, die angeblich von „Feinden Russlands“ finanziert worden seien. Bisher ist es weder zu Verhaftungen noch zur Eröffnung von Strafverfahren gekommen. Ob dies so bleibt oder die russischen Gewerkschafter:innen das Schicksal ihrer belarussischen Kolleg:innen teilen werden, die vom Lukaschenka-Regime inhaftiert oder ins Exil gezwungen wurden, ist ungewiss. Welche Auswirkungen haben der Ukrainekrieg und die Entwicklung des Putin-Systems hin zum Totalitarismus [...]
- Christoph Jünke
- 8. Juni 2026

Aus der Sicht der Schule des sozialistischen Humanismus setzt sich der Historiker Christoph Jünke kritisch mit den langen Schatten auseinander, die der, das 20. Jahrhundert maßgeblich prägende, Stalinismus über den Tod seines Begründers J. W. Stalin hinaus bis in die Gegenwart wirft. Weil Christoph Jünke Stalinismus nicht nur als Politik Stalins fasst, sondern als System von Politik und Ideologie, erkennt er auch in intellektuellen wie praktischen Bewegungen der Linken im Westen wie in anderen Weltregionen stalinistische Charaktere. Die Redaktion In der Geschichte des 20. Jahrhunderts nimmt der Stalinismus einen herausragenden Platz ein. Aufgekommen als Begriff für die sowjetrussische Zeit unter Josef Stalin bezeichnet „Stalinismus“ zunächst und vor allem eine spezifisch historische Erscheinung – ein spezifisch gesellschaftspolitisches Herrschaftssystem mit seiner Gesellschaftsform [...]
Der Ex-Insider Tucker Carlson holt aus: Ist Trump unter dem Druck proisraelischer Neocons in den Iran-Krieg gezogen?
- Bernd Gehrke
- 6. Mai 2026

Der rechtsradikale Verschwörungstheoretiker, Klimaleugner und ehemalige VOX-Journalist Tucker Carlson, in Deutschland einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden durch sein Interview mit Wladimir Putin, war einst der lautstärkste und verlässlichste Unterstützer Donald Trumps und gehörte zu dessen engstem Umfeld. Durch den Iran-Krieg wurde er vom Trump-Einpeitscher zum MAGA-Dissidenten. Als Donald Trump dann noch von der „Vernichtung der Zivilisation“ des Iran sprach, machte er seinen Bruch mit Trump öffentlich. Jetzt legte er nach: In einem Interview mit der New York Times vom 2. Mai 2026 äußerte er bemerkenswerte Deutungen der Gründe Trumps, den Iran zu überfallen. Carlsons Aussagen zeichnen das Bild eines Präsidenten, der zwar wusste, dass ein militärischer Schlag gegen den Iran seine politische Zukunft gefährden würde, der sich aber dennoch zu [...]