Stalin-Hitler-Pakt reloaded. Deutsch-russische Kollaborationen im 20. und 21. Jahrhundert

Die vierte Teilung Polens durch Nazi-Deutschland und die stalinistische Sowjetunion

Vor 85 Jahren versank die Welt in die „Mitternacht des Jahrhunderts“ (Victor Serge). Mit dem Überfall Hitlers auf Polen, dem Stalin nach zwei Wochen folgte – offiziell mit dem Schutz der dort lebenden ukrainischen und belarusischen „Brüder“ begründet –, begann der Zweite Weltkrieg. Eine entscheidende Weichenstellung für diese unheilvolle Entwicklung war der Abschluss des Stalin-Hitler-Paktes in der Nacht vom 23. auf den 24. August 1939, der das Schicksal von Staaten, Nationen, Minderheiten und Hitler- wie Stalingegnern maßgeblich bestimmte, den Antifaschismus pervertierte und die linke Solidarität der Arbeiterbewegung definitiv zerstörte. Das angeblich dem Frieden dienende Abkommen zeigt, wie deutsch-russische Beziehungen in der Katastrophe enden können. Angesichts des allseits beschworenen Fortschrittsglaubens und des „inneren Verrats“ der Politik richtete der „Engel der Geschichte“ den Blick starr auf den heillosen Trümmerhaufen des Geschehens. Vor schierem Entsetzen kann er sich nicht mehr abwenden, wird selbst vom Strudel mitgerissen und kehrt von nun an der Zukunft der Menschen den Rücken zu. Mit dem allegorischen Bild Paul Klees beschrieb der Kulturphilosoph Walter Benjamin 1939 die Folgen des „russischen Dolchstosses“ (Willi Münzenberg), bevor sich die Nachricht über seinen Selbstmord in den Pyrenäen verbreitete.

Bernhard H. Bayerlein

Bernhard H. Bayerlein, Honorary Senior Researcher am Institut für siale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum, ist Historiker, Politikwissenschaftler und Romanist. Er forscht zur Geschichte des internationalen Kommunismus und Stalinismus, zu europäischen Identitäten und zum Komplex ‚Vereinigte Staaten von Europa‘. Veröffentlichungen u. a. „Deutscher Oktober 1923“, „Der Thälmann-Skandal“ (2003), „Der Verräter, Stalin, bist Du!“ (2008, russ. 2011), „Deutschland-Russland-Komintern“ (3 Bde., 2014/15), sowie zuletzt „Netzwerke gegen Hitler und Stalin. Die Pariser Wochenzeitung ‚Die Zukunft‛, Willi Münzenberg und der Traum vom neuen Europa“ (2025).

Abnahme der „Siegesparade“ von Wehrmacht und Roter Armee nach der Aufteilung Polens am 22. IX. 1939 durch General Heinz Guderian und Brigadekommandeur Semjon Kriwoschein

Die Wahr­neh­mungs­ge­schichte der zwei­jäh­rigen mörde­ri­schen Allianz von Hitler und Stalin zeigt indes, dass die euro­päi­sche Erin­ne­rungs­po­litik – speziell die deutsch-russische – auch heute noch große Fehl­stellen aufweist. In Propa­ganda und Wahr­neh­mungs­ge­schichte wurde um den „Teufels­pakt“ (Julián Gorkin) das größte Lügen­ge­webe des 20. Jahr­hun­derts geflochten, wie es der fran­zö­si­sche Histo­riker Jean-Jacques Marie beschrieb.

Die Erfolgs­ge­schichte der Sowjet­union als Sieger­macht im Zweiten Welt­krieg über­strahlt und verdrängt bis heute die Allianz und Koope­ra­tion von Faschismus und Stali­nismus in der offi­zi­ellen „deutsch-sowjetischen Freund­schaft“ und die deut­sche Nach­sicht gegen­über dem Stali­nismus trägt zusätz­lich zur Amnesie bei. Dabei betrifft der histo­ri­sche Gegen­stand nicht nur die Academia, sondern beein­flusst maßgeb­lich das Grund­ver­ständnis der Geschichte des Zweiten Welt­kriegs und des 20. Jahr­hun­derts. Erst die empi­ri­sche, wahr­heits­ba­sierte Aufar­bei­tung schafft eine Grund­lage für das zukünf­tige Handeln. Zum 80. Jahrestag des Pakts 2019 hat das Euro­pa­par­la­ment den 23. August zwar zum „Euro­päi­schen Tag des Geden­kens an die Opfer von Natio­nal­so­zia­lismus und Stali­nismus“ ausge­rufen, doch solche Gedenk­tage lassen sich – zumal nach Jahr­zehnten der Verharm­lo­sungen und Rela­ti­vie­rungen – nicht einfach von oben verordnen.

Fotomontage: General Guderian und Kombrik Prigoschein plaudern über die besiegten Polen unter dem mit Nazi- und Sowjetsymbolen gespickten Empfangstor in Brest-Litowsk

Auch die Umset­zung in der Erinnerungs- und Kultur­po­litik und der poli­ti­schen Bildungs­ar­beit verlief bis heute nur schlep­pend. Von inter­es­sierter Seite gesteu­erte Lügen- und Propa­gan­daer­zäh­lungen, Rela­ti­vie­rungen oder schlichtes Ableugnen trugen dazu bei, dass man in der Geschichts­for­schung von einem umfas­senden Verständnis des „Teufels­paktes“ noch weit entfernt ist. Legi­ti­ma­to­ri­sche Erzäh­lungen sind weiter en vogue. Es werden takti­sche, „real­po­li­ti­sche“ Gründe für den Pakt­ab­schluss ins Feld geführt wie etwa die mangelnde Vertei­di­gungs­be­reit­schaft der Sowjet­union, die tatsäch­lich eine Folge von Stalins Enthaup­tung der Roten Armee war – oder auch der erreichte Zeit­ge­winn zur Aufrüs­tung. Gerade der funda­men­tale Charakter der Trans­for­ma­tion wird jedoch infrage gestellt und damit ein Stück Mauer­werk aus der Geschichte heraus­ge­bro­chen. Diskurse wie der von Molotov gebets­müh­len­artig wieder­holte Prag­ma­tismus Stalins, die auch west­liche Histo­riker über­nehmen, entbehren zwar nicht völlig der Wahr­heit, können jedoch die Kolla­bo­ra­tion als neue Qualität und Kern­in­halt nicht abde­cken. Der Pakt mit von vorn­herein deut­li­chen Vorteilen für Hitler hielt diesem für die Erobe­rung Europas (und nicht nur von Teilen Mittel-Osteuropas) den Rücken frei und schmierte zudem maßgeb­lich die deut­sche Kriegsmaschinerie.

„Ob es Politikern und Historikern gefällt oder nicht: Die Ukraine steht erneut im Zentrum des Weltgeschehens. Solange sie nicht frei und unabhängig ist, wird es in Europa keinen Frieden geben.“

Der Blick auf die öffent­liche Wahr­neh­mungs­ge­schichte zeigt, dass insbe­son­dere in Deutsch­land der histo­ri­schen Genese, dem Inhalt und der globalen Trag­weite des Pakts für die Geschichte des Zweiten Welt­kriegs nicht die notwen­dige Beach­tung geschenkt wird. Blickt man auf den 85. Jahrestag 2024, blieben über papie­rene Verlaut­ba­rungen hinaus­ge­hende Events, Lesungen oder Erin­ne­rungs­pro­jekte aus. Die bundes­deut­schen Insti­tu­tionen, ob Bildungs­träger wie die Bundes- und Landes­zen­tralen für poli­ti­sche Bildung oder poli­ti­sche und huma­ni­täre gemein­nüt­zige Stif­tungen, scheinen von Amnesie erfasst. Selbst Trumps unver­hoh­lene Orien­tie­rung auf einen Pakt mit Putin-Russland und eine Verschie­bung der Einfluss­zonen in Europa haben daran bis heute nichts verän­dert. Allein das ehema­lige Deutsch-Russische Museum, heute Museum Berlin-Karlshorst, kura­tierte eine Ausstel­lung, die sich jedoch auf die Folgen für Ost-Mitteleuropa beschränkte und darüber hinaus­ge­hende Frage­stel­lungen ausdrück­lich ausklammerte.

Der Autor dieses Beitrags ging andere Wege und brachte zusammen mit Schau­spie­lern eine szeni­sche Lesung über den Pakt auf die Bühne des Neuen Schau­spiels Leipzig. Anhand geheimer Doku­mente aus Moskauer Archiven beleuchtet das Recher­che­stück die unheil­volle Rolle Stalins als neuen Bünd­nis­partner Hitlers, eben weil bis dahin die Sowjet­union die welt­weite Führungs­rolle als Frie­dens­macht und Vorreiter des Sozia­lismus für sich bean­spruchte. Der mit der Russi­schen Revo­lu­tion konkreter gewor­dene viel­leicht größte Mensch­heits­traum endete jedoch mit einem entsetz­li­chen Rück­fall in die natio­nale Unter­drü­ckung und die Barbarei von Faschismus und Stali­nismus. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass zum 85jährigen Jubi­läum des Pakts allein auf weiter Flur die Rosa-Luxemburg-Stiftung ein solches Veran­stal­tungs­an­gebot machte. Die Bundes­stif­tung Aufar­bei­tung der DDR-Diktatur mit dem Histo­riker Jörg Babe­rowski, der sich medial als Putin­ver­steher („Am Ende wird Putin bekommen, was er verlangt“) profi­liert hat und der Ukraine mit frechen Sprü­chen das Exis­tenz­recht abspricht („Die Ukraine ist nicht unser Sicher­heits­ga­rant“), verzich­tete auf ein öffent­li­ches Event. Sie gab eine kurze Pres­se­er­klä­rung heraus, die wiederum „das Fehlen an histo­ri­schem Wissen und damit an Empa­thie für das Schicksal der Menschen in Osteu­ropa“ monierte. Das Schicksal Polens, der balti­schen Staaten und Rumä­niens darf jedoch nicht den Blick auf die aktive deutsch-russische Kolla­bo­ra­tion insge­samt verstellen. Und mit Blick auf heute ergibt sich eine weitere Paral­lele: Die Liqui­die­rung der West­ukraine 1939 war nicht zuletzt ein Mittel des Sowjet­staats, um den Unab­hän­gig­keits­funken der Ukrainer auszu­treten, die wie kaum eine andere unter­drückte Natio­na­lität unter dem russi­schen Joch litten.

Der Plan Stalins ging in Erfül­lung – vorerst

Offiziere von Nazi-Wehrmacht und Roter Armee plaudern unter Stalin-Portrait

Heute werfen Doku­mente aus russi­schen Geheim­ar­chiven neue Fragen auf. Hatte es Stalin nicht bereits viel früher als 1939 darauf ange­legt, mit NS-Deutschland ein dauer­haftes Abkommen zu errei­chen? Gab es nicht einen insge­heim verfolgten Plan? Ein geheimes Treffen in der russi­schen Botschaft Unter den Linden im Februar 1933 zeigt, dass Moskau bereits kurz nach der „Macht­er­grei­fung“ Hitlers die Hitler­gegner sang- und klanglos im Stich ließ und dabei die eigenen Genossen verriet. Während einige SPD-Verantwortliche unter Hinweis auf die verfolgten Kommu­nisten darauf drängten (kurz zuvor hatten es SPD und KPD noch abge­lehnt, gemeinsam gegen die Macht­er­grei­fung vorzu­gehen), doch etwas gegen die noch unge­fes­tigte Macht Hitlers zu unter­nehmen, erklärte der Pres­se­spre­cher der Botschaft und Geheim­dienst­of­fi­zier Boris Vino­gradov die Verfol­gung und Ausschal­tung der Hitler-Gegner (auch die der KPD selbst!) zur inneren Ange­le­gen­heit Deutsch­lands, in die sich die Sowjet­union nicht einzu­mi­schen habe.

Kriti­sche Zeit­zeugen und Dissi­denten, darunter Exilanten in Frank­reich, der Sowjet­union und der welt­weiten Diaspora wie Wolf­gang Leon­hardt, Victor Serge, Willi Münzen­berg, Manès Sperber, Lew Trotzki oder Anna, Hans und August Siemsen erkannten von vorn­herein: Der Kern­in­halt, die Essenz des Paktes stand in flagrantem Wider­spruch zu seiner diplo­ma­ti­schen Verbrä­mung als Nichtangriffs- und Frie­dens­ver­trag. Das ab September 1939 durch einen deutsch-sowjetischen Grenz- und Freund­schafts­ver­trag flan­kierte Bündnis war nicht bloß als zeit­lich begrenzter Lücken­büßer konzi­piert, bis die eine oder andere Seite ausrei­chend für einen Angriff aufein­ander wieder­be­waffnet war.

Die aktive, stra­te­gi­sche, poli­ti­sche und wirt­schaft­liche deutsch-russische Zusam­men­ar­beit ging über die in mehreren Geheim­pro­to­kollen nieder­ge­legten terri­to­rialen und neoim­pe­ria­lis­ti­schen Ziele zur Neuauf­tei­lung der Einfluss­zonen in Europa noch hinaus, in denen ein großer Teil Polens und Litauens NS-Deutschland, Estland, Lett­land, Finn­land und das rumä­ni­sche Bessa­ra­bien dagegen der Sowjet­union zuge­schlagen wurde. Die Kolla­bo­ra­tion diente insbe­son­dere Hitlers Kriegs­vor­be­rei­tungen und Feld­zügen zur Zerstö­rung der euro­päi­schen Demo­kratie, der inso­fern der Haupt­nutz­nießer war. Die sowje­ti­schen „Säube­rungen“ gegen kommu­nis­ti­sche Poli­tiker, Diplo­maten und Mili­tärs seit 1936 lassen sich als eine Art vorbeu­gende Maßnahmen erklären, darüber hinaus auch die zuneh­mende Zerset­zung der Komin­tern, die Abkehr vom Inter­na­tio­na­lismus und welt­weit die Schwä­chung des Anti­fa­schismus und des Anti­ko­lo­nia­lismus. Stalin schonte nicht nur das NS-System, sondern, wie 1935 an der Reak­tion auf den neoko­lo­nialen Über­fall auf Abes­si­nien erkennbar, auch den Faschisten Mussolini.

Zu den Opfern des stali­nis­ti­schen Terrors gehörten in den deutsch-sowjetischen Bezie­hungen beschla­gene Poli­tiker, neben den lang­jäh­rigen Botschaf­tern in Berlin David Kandelaki, Nikolai Krest­inski und Wladimir Deka­nosow auch Karl Radek als der einschlägig beste Deutsch­land­ex­perte. Keines­wegs nur als „Kolla­te­ral­schaden“ traf der Terror Oppo­si­tio­nelle, Dissi­denten, aber auch einfache Mitglieder der kommu­nis­ti­schen Parteien, von denen viele noch in der inter­na­tio­na­lis­ti­schen Tradi­tion der Okto­ber­re­vo­lu­tion sozia­li­siert waren und sich mit hoher Wahr­schein­lich­keit dem Bündnis mit Hitler­deutsch­land entge­gen­ge­stellt hätten. KPD-Funktionäre wie Ulbricht und Pieck halfen eifrig mit und denun­zierten Kritiker öffent­lich, auch im Exil und im ille­galen Wider­stand, oder lieferten diese direkt an die mörde­ri­schen NKVD-Troikas aus. Dass unge­fähr 80% der deut­schen Exilanten in der Sowjet­union ermordet oder auf andere Weise in den Tod getrieben wurden, war eine weitere makabre Folge. Ein beson­deres Entge­gen­kommen Stalins an Hitler war die Auslie­fe­rung von ca. 250 deutsch­spra­chigen Hitler­geg­nern – größ­ten­teils Kommu­nisten – die, wie Marga­rete Buber-Neumann, Witwe des bereits früher getö­teten KPD-Führers Heinz Neumann, oder der ehema­lige Sekretär der Bezirks­lei­tung Ruhr der KPD, Arnold Klein, an der neuen deutsch-sowjetischen Grenze auf der Bug-Brücke in Brest an die Gestapo über­geben wurden.

Liqui­die­rung des Antifaschismus

Gemeisames Spalier der nazi-deutschen und sowjetischen Truppenkontingente

In der deutsch­spra­chigen Exil-Community schlug der Pakt­ab­schluss wie ein Blitz ein und vertiefte den sich seit den Moskauer Prozessen verstärkt voll­zie­henden anti­sta­li­nis­ti­schen Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess der Anti-Hitler Oppo­si­tion. Der emotio­nale Weckruf „Der Verräter, Stalin, bist Du!“, den der welt­weit heraus­ra­gende anti­fa­schis­ti­sche Orga­ni­sator und linke Medi­en­ma­nager Willi Münzen­berg dem ihm gut bekannten Kreml-Herrscher entge­gen­schleu­derte, war ein Fanal. In der Pariser Wochen­zei­tung Die Zukunft denun­zierte er den beson­ders gegen die frei­heit­liche Linke gerich­teten „russi­schen Dolch­stoß“. Selbst gesi­cherte Sympa­thi­santen Moskaus wie Bertolt Brecht und Hein­rich Mann reagierten scho­ckiert, wenn auch nur priva­tis­sime. „Der Schakal im Kreml“, schrieb Mann; Trotzki habe es „immer gewußt“. An Weih­nachten 1939 notierte Brecht in seinem Tage­buch: „An der Seite Hitlers gibt es für jedes Regime der Welt nur den Unter­gang, nichts sonst.“

Die bis heute gespens­tisch anmu­tende „Freund­schaft der Völker Deutsch­lands und der Sowjet­union“, für Stalin war sie Programm. Der Völki­sche Beob­achter wie der „Groß­deut­sche Rund­funk“ feierten die Entfes­se­lung des Zweiten Welt­kriegs und gleich­zeitig pries Hitler über­schwäng­lich die deutsch-sowjetische Freund­schaft, sprich die Rücken­de­ckung Stalins. In seiner berühmt-berüchtigten Reichs­tags­rede vom 1. September 1939 gab Hitler das Fanal für den Angriff auf Polen („Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurück­ge­schossen!“) und lobte zugleich den Pakt mit Stalin, der „für alle Zukunft jede Gewalt­an­wen­dung ausschließt”. “Jeder Kampf unserer Völker gegen­ein­ander” würde nur anderen einen Nutzen abwerfen.

Umge­kehrt beschwor Stalin in einer an Außen­mi­nister Joachim von Ribben­trop gerich­teten Antwort auf Hitlers Glück­wunsch­te­le­gramm zum 60. Geburtstag am 26. Dezember 1939 die „durch Blut gefestigt(e)“ Freund­schaft, die allen Grund hätte, „lang und dauer­haft“ zu sein – „Blut“, das war die Sprache der Natio­nal­so­zia­listen. Über die gemein­same Zerschla­gung Polens und die verein­barte Unter­jo­chung Ostmit­tel­eu­ropas hinaus umfasste die deutsch-russische Zusam­men­ar­beit die logis­ti­sche Unter­stüt­zung für die Erobe­rungs­feld­züge der Wehr­macht durch die Liefe­rung von Öl, indus­tri­ellen Rohstoffen und Getrei­de­lie­fe­rungen aus der Sowjet­union und weiterer Staaten, die Zerset­zung der Demo­kra­tien, die Schwä­chung der Anti-Hitler-Opposition und des Wider­stands, die Liqui­die­rung der linken Soli­da­rität, die Auslie­fe­rung von Hitler­geg­nern an die Gestapo. Die Kolla­bo­ra­tion reichte bis zur Anglei­chung der natio­na­lis­tisch bis chau­vi­nis­tisch ausge­rich­teten Kultur- und Medi­en­ka­näle, aus denen das Wort „Faschismus“ verschwand. Sergej Eisen­stein insze­nierte Wagner am Bolschoi-Theater, die Biblio­theken der UdSSR wurden gesäu­bert, anti­fa­schis­ti­sche Werke von Thomas und Hein­rich Mann oder Franz Werfel (und sogar dieje­nigen kommu­nis­ti­scher Autoren wie Willi Bredel, Hans March­witza und Erich Weinert) verschwanden genauso wie die Emigran­ten­zei­tungen. Anti­fa­schis­ti­sche Filme, darunter „Professor Mamlock“ nach dem Stück von Fried­rich Wolf und „Familie Oppen­heim“ nach Lion Feucht­wanger, wurden kurzer­hand abge­setzt, wie Zeit­zeuge Wolf­gang Leon­hard berichtet.

Welt­weite Abkehr von der Revolution …

Fragt man nach dem stra­te­gi­schen Hinter­grund als Erklä­rungs­mo­ment, kommt die Trans­for­ma­tion der Sowjet­union zum büro­kra­ti­schen Abso­lu­tismus (Moshe Lewin) ins Spiel. Für Stalin war der Inter­na­tio­na­lismus spätes­tens seit der zweiten Hälfte der drei­ßiger Jahre nur noch eine Floskel, besten­falls rheto­ri­sches Beiwerk. Die Idee der Welt­re­vo­lu­tion galt nunmehr als „Unsinn“ und war zudem „trotz­kis­tisch“ konno­tiert, da die Trotz­kisten ja angeb­lich den sozia­lis­ti­schen Aufbau der Sowjet­union hinter­trieben. Als der „Steu­er­mann im Kreml“ zu Beginn des Großen Terrors vom ameri­ka­ni­schen Jour­na­listen Roy Howard nach der Welt­re­vo­lu­tion gefragt wurde, verneinte er diese und gab die kurze, aber kate­go­ri­sche Antwort: „Das ist ein Miss­ver­ständnis.“ „Ein tragi­sches Miss­ver­ständnis?“, fragte der Korre­spon­dent erstaunt zurück. „Nein, ein komi­sches, oder wenn Sie wollen, ein tragisch-komisches.“

Höhe­punkt war dann 1939 die Wendung gegen die west­li­chen Demo­kra­tien und die sang- und klang­lose Liqui­die­rung des Anti­fa­schismus, den die Sowjet­union als Staat ohnehin nicht mehr vertrat. Die vom Polit­büro der KPdSU gesteu­erte Komin­tern vollzog die Trans­for­ma­tion mit. Dem voraus­ge­gangen war bereits die Anpas­sung der KPD als wich­tigster Sektion der Komin­tern außer­halb der Sowjet­union an den NS-Sprech („Unser Führer Ernst Thäl­mann!“). Ein deut­li­ches Zeichen für die Hinwen­dung zu den faschis­ti­schen und auto­ri­tären Achsen­mächten war die (über Jahr­zehnte hinweg geheim geblie­bene) Absichts­er­klä­rung Stalins und seines Außen­mi­nis­ters Molotov 1939/40, dem auch vom spani­schen „Caudillo“ Franco unter­stützten Drei­mäch­te­pakt Deutsch­lands, Italiens und Japans, dem „Anti­kom­in­tern­pakt“(!) beizu­treten. Und im Früh­jahr 1941 spielte Stalin mit dem Gedanken, die Komin­tern als ein letztes ulti­ma­tives Geschenk zur Beschwich­ti­gung Hitlers aufzu­lösen, um ihn vom Über­fall auf die Sowjet­union abzu­bringen (nach­zu­lesen in den Tage­bü­chern des Komintern-Generalsekretärs Georgi Dimitrov). Zu beidem kam es aller­dings nicht mehr, da Hitler, während er bis zum Ende von den russi­schen Rohstoff- und Getrei­de­lie­fe­rungen profi­tierte, bereits seine Gene­räle instru­iert hatte, den Über­fall auf die Sowjet­union vorzu­be­reiten. Am 21. Juni 1941 been­dete Hitler den Pakt und star­tete den Angriff der Wehr­macht auf die unvor­be­rei­tete Sowjet­union („Opera­tion Barba­rossa“), während Stalin völlig ungläubig von Hitlers „Verrat“ des Pakts fabu­lierte. Bis dahin hatte er alle geheim­dienst­li­chen Warnungen in den Wind geschlagen und lieferte bis zum Schluss das der eigenen Bevöl­ke­rung vorent­hal­tene Getreide und Öl an das Deut­sche Reich. Dank dieser Unter­stüt­zung konnte die Wehr­macht in der Zwischen­zeit Belgien, die Nieder­lande, Frank­reich und Teile Skan­di­na­viens überrollen.

Die 1939-1940 erfolgte Aufteilung Osteuropas zwischen Nazi-Deutschland und stalinistischer Sowjetunion

Der Gene­ral­nenner der sowje­ti­schen Entwick­lung unter dem Gewalt­herr­scher, die Natio­na­li­sie­rung und Russi­fi­zie­rung des Kommu­nismus, vollzog sich nicht unbe­dingt als ein Deus ex machina, sondern als viel­schich­tiger Prozess mit unter­schied­li­chen Facetten seit der Okto­ber­re­vo­lu­tion. Noch zu Lebzeiten Lenins anfangs der zwan­ziger Jahre kam es zu einem Bruch zwischen den Inter­na­tio­na­listen bzw. „Inter­na­tio­na­li­sie­rern“ und den „Natio­na­li­sie­rern“ in der bolsche­wis­ti­schen Partei. Bereits 1921 forderte Lenin zunächst die Abset­zung des Emis­särs Sergo Ordscho­ni­kidse in Geor­gien als „groß­rus­si­schen Chau­vi­nisten“ und später auch die Stalins als Gene­ral­se­kretär. Doch Isolie­rung und Krank­heit trugen in der Folge dazu bei, dass sich die restrik­tive und repres­sive Natio­na­li­tä­ten­po­litik der „sozia­lis­ti­schen Kolo­ni­sa­toren“ schließ­lich defi­nitiv durch­setzte. Somit ergab sich im 20. Jahr­hun­dert die para­doxe Situa­tion, dass nicht nur der Natio­na­lismus und Faschismus, sondern neben dem Repu­bli­ka­nismus und der Demo­kratie, dem Libe­ra­lismus, dem Sozia­lismus der Sozi­al­de­mo­kratie eben auch der Kommu­nismus auf die natio­nale Idee als Haupt­be­zugs­punkt zurück­griff, als Ausdruck der Inte­gra­tion in das vom Impe­ria­lismus bestimmte Welt­system. Die beson­dere Trans­for­ma­tion des ursprüng­lich inter­na­tio­na­lis­ti­schen Kommu­nismus lässt sich also dialek­tisch als „trans­na­tio­nale Natio­na­li­sie­rung“ umschreiben. Im Innern obsiegte der Unterdrücker- und Skla­ven­staat und in der außen­po­li­ti­schen Ausrich­tung trat die anti­re­vo­lu­tio­näre Stoß­rich­tung deut­lich zutage. In der Realität war es unmög­lich, diese Wider­sprüche aufzu­lösen, was schließ­lich zum Kollaps der Sowjet­union führte.

Für George Orwell, den Autor von „1984“, war der Stalin-Hitler-Pakt das Muster für die natio­na­lis­ti­sche Mani­pu­la­tion und Unter­drü­ckung von Geschichte, ja die Geburts­stunde von fake news im modernen Sinn. Tatsäch­lich wurde der Vertrag in den Ländern des „realen Sozia­lismus“ bis zuletzt verschwiegen, umge­deutet oder mit Zwei­feln behaftet. Ange­sichts Putins Argu­men­ta­tion erscheint er uns heute als „erschre­ckende Paral­lele“ (Matthäus Wehowski). Dagegen knüpften frei­heit­liche Strö­mungen, häufig dissi­den­ti­sche kommu­nis­ti­sche, sozi­al­de­mo­kra­ti­sche, libe­rale und konser­va­tive Akteure und Dritte-Wege-Bewegungen in der Diaspora Netz­werke gegen das Diktat Hitlers und Stalins.

Die bis heute kaum beach­teten Reak­tionen und Analysen von Sperber und Münzen­berg, von Arthur Koestler, Otto Klepper, Hermann Rausch­ning, Paul Ludwig Lands­berg und anderen verdich­teten sich noch 1939/1940 zu einer aufwüh­lenden, faszi­nie­renden zeit­ge­schicht­li­chen Debatte, die darauf wartet, neu entdeckt zu werden.

Nicht wenige Kritiker zahlten als Opfer aus Moskau gesteu­erter Todes­kom­mandos mit dem Leben. Auf teil­weise noch unge­klärte Art und Weise kamen 1940 drei zentrale poli­ti­sche und intel­lek­tu­elle Akteure des 20. Jahr­hun­derts 1940 gewaltsam ums Leben: Lew Trotzki in Mexiko, Willi Münzen­berg und Walter Benjamin in Frank­reich, und darüber hinaus viele andere Stalin­gegner wie Walter G. Kriwitzki in Washington und Fjodor Raskol­nikow in Nizza.

Drohende neue Pakte

Die Geschichte spannt den Bogen bis in die Gegen­wart. Der 75 Jahre nach dem Pakt entfes­selte

President Donald J. Trump welcomes Russian President Vladimir Putin to Joint Base Elmendorf-Richardson, Anchorage, Alaska, August 15, 2025 (DoD photo by Benjamin Applebaum)

russi­sche Vernich­tungs­krieg gegen die Ukraine lenkt den kriti­schen Blick erneut auf die deutsch-russischen Bezie­hungen. Das Geschehen von 1939 lieferte Putin wohl Muster, was die poli­ti­sche Methodik, die Herr­schafts­prak­tiken und den Einsatz der Propa­ganda angeht. Die Vernich­tung Polens wie auch der Angriff der sowje­ti­schen Armee auf das kleine Finn­land wurden mit der angeb­li­chen „faschis­ti­schen“ natio­nalen Unter­drü­ckungs­praxis der ange­grif­fenen Staaten begründet. Seiner­zeit ging es darum, Polen „als faschis­ti­schen Staat“ zu vernichten, heute wird der Vorwurf der Ukraine entge­gen­ge­schleu­dert. Dabei sollen wie damals alle Spuren, Inhalte und Ziele, die auf histo­ri­sche Vorläufer oder auch die Unab­hän­gig­keits­be­stre­bungen hindeuten, verwischt und aus der histo­ri­schen Erin­ne­rung getilgt werden. Als weitere Analogie lässt sich die Untä­tig­keit der euro­päi­schen Demo­kra­tien („Appease­ment“) Ende der drei­ßiger Jahre mit dem zöger­li­chen Abwarten des Westens seit Beginn des Ukraine-Kriegs verglei­chen. Dass Putin den Krieg gestützt auf die poli­ti­schen und geschäft­li­chen Bezie­hungen mit Deutsch­land vom Zaun brach, erwei­tert die Parallelen.

Russi­sche Kämpfer für unab­hän­gige Gewerk­schaften weisen mit Recht darauf hin, dass in den letzten 25 Jahren, während multi­na­tio­nale Firmen Super­pro­fite im Russ­land­ge­schäft machten und Deutsch­land Putin mit Devisen versorgte, die russi­schen Arbeiter noch tiefer in die Misere getrieben wurden und heute viel­fach aus Not in den Krieg gegen die Ukraine ziehen. Als im November 2024 der Schrift­steller Marko Martin in einer Rede auf die deut­sche Mitver­ant­wor­tung hinwies, wurde er vom Bundes­prä­si­denten Stein­meier, der als deut­scher Außen­mi­nister noch die deutsch-russische Pipe­line Nord­stream 2 vertei­digte, als die russi­schen Panzer bereits im Anmarsch auf Kiew waren, zornig ange­schnauzt. Einer Debatte über die deut­sche Mitver­ant­wor­tung für Putins Aggres­sion – so Martin – verwei­gerte sich das deut­sche Staats­ober­haupt. Weitere Asso­zia­tionen drängen sich auf, wenn man die Nach­rich­ten­ma­ni­pu­la­tion um den Pakt mit der heutigen hybriden Desin­for­ma­tion russisch gesteu­erter Netz­werke vergleicht. Geschuldet ist das Lügen­ge­bäude dem Ursprungs­my­thos einer angeb­lich immer schon anti­fa­schis­ti­schen Sowjet­union, an dem nicht gerüt­telt werden darf.

Mit dem beson­deren Blick auf die Rolle Stalins sei zum Schluss die Frage aufge­worfen, ob für einen der wohl größten und folgen­reichsten poli­ti­schen Fehler im 20. Jahr­hun­dert nicht auch persön­liche, in der Charak­ter­struktur von Demi­urgen und Olig­ar­chen ange­legte Gründe anzu­führen wären. Tatsäch­lich endete mit Hitlers Inva­sion zwar die offene und geheime Koope­ra­tion, und doch lassen nach­ge­las­sene Muster eine gewisse nostalgisch-makabre Hinwen­dung der beiden Dikta­toren zuein­ander erahnen. Stalins Tochter Nadeschda Alli­lujewa berichtet in ihren Memoiren, wie der Vater den Pakt von 1939 als Meis­ter­stück seiner enormen Hinter­list imagi­niert und selbst nach dem Sieg über Hitler­deutsch­land dessen Schei­tern bereut habe – mit den Deut­schen wäre er gemeinsam „unbe­siegbar“ gewesen. Und Hitler habe noch am 17. September 1944 vertrau­lich gegen­über seinem Arzt Dr. Giesing von Stalin als dem einzigen Gegner seiner Statur gespro­chen, dem er eine gewisse Hoch­ach­tung nicht verwei­gern könne.

Eine euro­päi­sche Aufgabe

So plädiert dieser Essay am Schluss noch einmal für eine der histo­ri­schen Wahr­heit und nicht der poli­ti­schen Oppor­tu­nität verpflich­tete gesamt­eu­ro­päi­sche Erin­ne­rungs­po­litik, die heute als Folge der Rena­tio­na­li­sie­rung der Erin­ne­rungs­kul­turen verloren zu gehen droht, ja bereits in einen neuen Krieg der Erin­ne­rungs­kul­turen umge­schlagen ist. Mit Blick auf den Pakt im 20. Jahr­hun­dert und zugleich die deutsch-russische staat­liche Verstän­di­gung im 21. Jahr­hun­dert mit ihren zerstö­re­ri­schen Folgen spielte und spielt die Ukraine eine zentrale Rolle als Naht­stelle des impe­ria­lis­tisch geprägten Welt­sys­tems. Seiner­zeit sollte ein neues Welt­reich vom japa­ni­schen Pazifik bis zu den imagi­nierten Gestaden des italie­ni­schen „Mare nostrum“ und mit Unter­stüt­zung Francos bis zum Atlantik geschaffen werden. Spielt sich vor unseren Augen derzeit nicht eine neue geopo­li­ti­sche Verschie­bung ab, dämmert nicht ein neuer Pakt herauf, diesmal ein Trump-Putin-Pakt? Noch weiß niemand, wie weit dies reichen wird. Ob es Poli­ti­kern und Histo­ri­kern gefällt oder nicht: Die Ukraine steht erneut im Zentrum des Welt­ge­sche­hens. Solange sie nicht frei und unab­hängig ist, wird es in Europa keinen Frieden geben. Der ukrai­ni­schen Frage kann weder oppor­tu­nis­tisch ausge­wi­chen, noch kann sie unter­schlagen oder, wie es Babe­rowski empfiehlt, als erle­digt abge­hakt werden. Die unrea­lis­ti­schen, vornehm­lich nach innen gerich­teten Beschwö­rungen eines von Putin auszu­lö­senden “Dritten Welt­kriegs“ lenken größ­ten­teils von der eigent­li­chen Verant­wor­tung für den Schutz der Ukraine ab. Sie zeigen auch, dass eine freie, unab­hän­gige Ukraine nur gegen die neo-imperialen Vorstöße gesi­chert werden kann, die eine Folge des auf Konkur­renz basie­renden waren­pro­du­zie­renden Welt­sys­tems des 21. Jahr­hun­derts sind, wie bereits vor fast 90 Jahren. Und zum Schluss noch eine beson­dere Aufgabe für die Historie und die Publi­zistik: Wäre es nicht ange­bracht, dieje­nigen histo­ri­schen Akteure zu erin­nern und zu würdigen, die sich seiner­zeit im Exil und Wider­stand, in Europa und der welt­weiten Diaspora gegen den Pakt gestellt haben, sich für den Schutz der poli­ti­schen und kultu­rellen Diver­sität, der Minder­heiten und das Selbst­be­stim­mungs­recht der Nationen einge­setzt haben und, um den Zweiten Welt­krieg zu verhin­dern, den Pakt bekämpften? Die Träumer von einem neuen Europa sind schließ­lich zu Opfern des Pakts geworden. Sind nicht auch die Menschen im post­so­wje­ti­schen Raum, die in den letzten Jahren für einen Traum von Europa auf die Straße gegangen sind – in der Ukraine, in Geor­gien und anderswo –, in Gefahr, von den neuen Pakten der Groß­mächte zermalmt zu werden?

Die Redaktion dankt dem Autor für die Möglichkeit der Zweitveröffentlichung.

Erstveröffentlichung: geschichte der gegenwart, 8. Juni 2025; https://geschichtedergegenwart.ch/20643-2/

Fotos und Grafiken:

Über die Fotos 2 bis 5: Hitlers Wehrmacht und Stalins Rote Armee führten nach Abschluss der Invasion und Aufteilung Polens am 22. September 1939 eine gemeinsame „Siegesparade“ in Brest-Litowsk durch. Auf der provisorischen Tribüne nahmen die Kommandeure der Okkupationstruppen Generalmajor Heinz Guderian und Brigadekommandeur Semjon Kriwoschein die Parade ab. Obgleich diese Parade durch Foto und Film gut dokumentiert ist, sind die Bilder besonders in der Linken wenig bekannt. Sie bringen den Geist des Hitler-Stalin-Pakts treffend zum Ausdruck. Deshalb haben wir ihre gemeinfreien Online-Quellen hier dargestellt. Zu finden sind sie unter  commons.wikimedia.org/wiki/Category:Molotov-Ribbentrop_Pact#/media/

Foto 1: Der Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten der UdSSR Wjatscheslaw M. Molotow unterzeichnet den Grenz- und Freundschaftsvetrag zwischen Deutschland und der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, der dem Hitler-Stalin-Pakt folgte. Bild: Michail Michailowitsch Kalaschnikow – Победа. Фотодокументы; https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Molotov-Ribbentrop_Pact#/media/File:D0%9C%D0%BE%D0%BB%D0%BE%D1%82%D0%BE%D0%B2_%D0%BF%D0%BE%D0%B4%D0%BF%D0%B8%D1%81%D1%8B%D0%B2%D0%B0%D0%B5%D1%82_%D0%B4%D0%BE%D0%B3%D0%BE%D0%B2%D0%BE%D1%80_%D0%BE_%D0%B4%D1%80%D1%83%D0%B6%D0%B1%D0%B5_%D0%B8_%D0%B3%D1%80%D0%B0%D0%BD%D0%B8%D1%86%D0%B5_%D1%81_%D0%93%D0%B5%D1%80%D0%BC%D0%B0%D0%BD%D0%B8%D0%B5%D0%B9_(cropped).jpg

Foto 2: Abnahme der gemeinsamen „Siegesparade“ durch General Heinz Guderian und Brigadekommandeur Semjaon Kriwoschein; unbekannter Autor; https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:German_and_Soviet_parade_in_1939#/media/File:Biera%C5%9Bcie,_Bulvarny,_Vajavodzki._%D0%91%D0%B5%D1%80%D0%B0%D1%81%D1%8C%D1%86%D0%B5,_%D0%91%D1%83%D0%BB%D1%8C%D0%B2%D0%B0%D1%80%D0%BD%D1%8B,_%D0%92%D0%B0%D1%8F%D0%B2%D0%BE%D0%B4%D0%B7%D0%BA%D1%96_(22.09.1939).jpg –

Foto 3: Fotomontage aus:

a) Begrüßungstor mit Hakenkreuz und Sowjetstern; https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:German_and_Soviet_parade_in_1939#/media/File:Biera%C5%9Bcie._%D0%91%D0%B5%D1%80%D0%B0%D1%81%D1%8C%D1%86%D0%B5_(22.09.1939).jpg – Unknown author

b) Plauderei zwischen General Heinz Guderian und Brigadekommandeur Semjon Kriwoschein während der gemeinsamen „Siegesparade“

Foto 4: Gespräch zwischen Ofizieren beider Armeen unter Stalin-Portrait; Bild 101I-121-0011-20 / CC-BY-SA 3.0; https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:German_and_Soviet_parade_in_1939#/media/File: Bundesarchiv_Bild_101I-121-0011-20,_Polen,_deutsch-sowjetische_Siegesparade.jpg

Foto 5: Gemeinsames Spalier der Truppen; Bundesarchiv, Bild 101I-121-0012-15 / CC-BY-SA 3.0; https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:German_and_Soviet_parade_in_1939#/media/File:Bundesarchiv_Bild_101I-121-0012-15,_Polen,_deutsch-sowjetische_Siegesparade.jpg;

Foto 6: Trump+Putin in Alaska: Photo by Benjamin Applebaum/Wikimedia Commons

Grafik 1: Die vierte Teilung Polens; Poeticbent (dyskusja · edycje) redesigned from File:Wrzesien.gif uploaded to Commons by Piotrus (dyskusja · edycje) under GNU Free

Grafik 2: 1939 – 1940 erfolgte deutsch-sowjetisch Aufteilung Osteuropas entsprechend dem Hitler-Stalin-Pakt; https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Molotov-Ribbentrop_Pact#/media/File:1939-40_territ.changes_in_EasternEurope.png, derivative work since Peter Hanula’s file: Ribbentrop-Mlotov.svg.