
“Russlands Verteidigungskrieg gegen die NATO-Erweiterung”, ist ein Glaubenssatz, der für viele westliche Linke fast schon zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist. Dieser Glaubenssatz erlaubt es praktisch und bequem sowohl die Handlungen Russlands zu rationalisieren als auch die Kritik an den eigenen Regierungen zu radikalisieren. Aber welche Rolle spricht Putin sich selbst bei der angeblichen von der NATO ausgehenden Gefahr zu? Eine genauere Betrachtung seiner Schlüsselreden zeigt, dass Putin ausdrücklich alle Gefahren leugnet, die von einem Angriff der NATO auf Russland ausgehen könnten. Stattdessen liegen seine Aufmerksamkeit und Leidenschaft auf der Frage der grundlegenden „historischen Gerechtigkeit“. Putin entstaubt Jahrtausende alte Chroniken, um seine reaktionäre Utopie vom historischen Besitzanspruch Russlands auf die Ukraine zu untermauern. Hier geht es um den unterschätztesten Grund dieses Krieges: die ideologische Besessenheit. Die fixe russische Idee.
Um 1300 Kilometer erweiterte sich Russlands Grenze mit dem militärischen NATO-Block 2022, als zwei zuvor neutrale Länder – Schweden und Finnland – dem Bündnis beitraten. Das Baltische Meer wurde zum NATO-Binnenmeer, und die Entfernung von Russlands nördlich gelegener ehemaliger Hauptstadt St. Petersburg zur Grenze des feindlichen Blocks schrumpfte auf 148 km. Wie reagierte Russland? Stellte Putin ein militärisches Ultimatum, drohte er mit präventiver Gewalt, versammelte er Truppen an den Grenzen? Nichts davon passierte.
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Im russischen Diskurs um die Ukraine taucht die NATO-Frage immer wieder auf, und der westliche linke Diskurs schreibt der NATO eine noch größere Rolle zu, trotz der Tatsache, dass die Mitgliedschaft der Ukraine 2008 abgelehnt wurde.[1] Deutschland, Frankreich, und viele weitere Staaten sprachen sich offen gegen den Beitritt der Ukraine aus.[2] Das Veto eines einzelnen Mitglieds reicht für eine Beitrittsblockade. Die bloße Präsenz eines russischen Marinestützpunktes in Sewastopol auf der Halbinsel Krim machte einen ukrainischen Beitritt in das Bündnis schwer möglich.[3] Nach der Annexion der Krim und dem Beginn des Kriegs im Donbas wurde ein NATO-Beitritt der Ukraine noch undenkbarer, da territoriale Streitigkeiten und andauernde Konflikte die Beitrittschancen eines jeden sich bewerbenden Staates verschließen.[4]
Russland scheint im NATO-Beitritt seiner nördlichen Nachbarländer keine Gefahr zu sehen[5], während die Ukraine, die ohnehin keine Chance auf Mitgliedschaft hatte, zum Ziel einer Vollinvasion wurde. Wie lässt sich das erklären? Geben wir Vladimir Putin selbst das Wort.
1. Wer ist Herr Rurik?

Wir kehren zum Februar 2024 nach Moskau zurück. Nach zwei Jahren Boykott durch westliche Medien kommt ein amerikanischer Journalist in der schneebedeckten Hauptstadt Russlands an, um Vladimir Putin zu interviewen. Es handelte sich um Tucker Carlson, einen konservativen Blogger und Trump-Unterstützer. Er ist skeptisch gegenüber den Erklärungen liberaler Medien zu möglichen Gründen der russischen Invasion und möchte aus erster Hand hören, was Putin dazu motivierte, den größten Krieg in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg zu beginnen. Schließlich könne der Führer der größten Atommacht der Welt nicht ohne guten Grund Panzerkolonnen in eine benachbarte Hauptstadt geschickt haben. Vielleicht gab es da etwas, das Putin zu dieser schwerwiegenden Entscheidung gebracht habe, was die westliche Hörer:innenschaft nicht wisse? Außerdem hatte Carlson bereits eigene Vermutungen:[6] Höchstwahrscheinlich sei alles auf die Demokratische Partei und deren NATO-Ostpolitik zurückzuführen, die, wie er vermutet, Russland zu diesem verzweifelten Schritt provoziert habe und ihm keine andere Möglichkeit gelassen habe.
Tucker Carlson stellt seine erste Frage:[7]
“Am 24. Februar 2022 sprachen Sie zu Ihrem Land, als der Konflikt in der Ukraine begann, und sagten, dass Sie nach dem Entschluss handelten, die USA hätten durch die NATO einen, ich zitiere, „Überraschungsangriff auf unser Land“, durchführen können. Für amerikanische Ohren klingt das paranoid. Erzählen Sie uns, warum Sie glauben, die USA könnten Russland aus dem Nichts angreifen. Wie kamen Sie darauf?”
Seine Frage ist so präzise, wie sie gerecht ist. Schließlich kann im 21. Jahrhundert kein Staat offen einen Eroberungskrieg führen, ohne diesen als Verteidigung gegen eine äußere Bedrohung darzustellen. Jeder Aggressor – von Hitler bis Netanjahu – hat seinen Krieg als gezwungen, defensiv, von außen provoziert, und als eine Antwort auf eine Gefahr für Staat und Bevölkerung dargestellt. Und wenn Russland sich als Verteidiger sieht, dann muss es doch starke Gründe dafür haben. Was bedrohte Russland, und welche Gefahr wollte Putin verhindern?
“Ich habe nie behauptet, dass die USA einen Überraschungsangriff auf Russland planten.” antwortet Putin.[8] “Sind wir in einer Talkshow oder führen wir eine ernsthafte Unterhaltung? Ich nehme mir 30 Sekunden oder eine Minute Ihrer Zeit für einen kurzen historischen Überblick, wenn Sie nichts dagegen haben.”
Mit einer 25 Minuten langen pseudo-historischen Vorlesung versucht Putin, dem westlichen Publikum seine wahren Beweggründe des Angriffs auf die Ukraine zu erklären.[9] Erstaunte Amerikaner:innen hören zum ersten Mal von Prinz Rurik, der alten Rus, den Prinzen Oleg und Jaroslaw dem Weisen, den mongolischen Führern Genghis Khan und Batu Khan, dem Kosakenhetman Bohdan Chmelnyzkyj und der Kaiserin Katharina II.
Putin spricht von der Einheit von Ukrainer:innen und Russ:innen in Blut und Geist und bezeichnet sie als „ein Volk“. Er versucht sogar Carlson einen Stapel Archivbriefe aus dem 17. Jahrhundert zu überreichen, die die angebliche untrennbare Verbundenheit der Ukrainer:innen mit den Russ:innen beweisen sollen.
Alle Versuche Carlsons, ihn zu unterbrechen und zur Hauptfrage zurückzukehren – was genau bedrohte Russland im Jahr 2022? – scheitern. Putin zieht den Amerikaner weiter durch die Jahrhunderte zurück und versucht zu erklären, wie Russlands Feind:innen die Ukraine „künstlich“ vom vereinten russischen Volk getrennt haben. All das müsse man laut Putin verstehen, um die tieferen Ursachen der Invasion zu begreifen.

Eine halbe Stunde lang versucht der russische Führer bezugnehmend auf antike Chroniken und mittelalterliche Urkunden, den Amerikaner zu überzeugen, dass das Gebiet der Ukraine seit jeher zu Russland gehört habe. Die ukrainische Nation und der ukrainische Staat seien künstlich, behauptet er – ein historischer Unfall, ein unangenehmer Fehler, den es an der Zeit gekommen ist, zu beheben.
„Sie wollen Russland angreifen, „Sie wollen Russland zerstören, „Das Land steht vor einer militärischen Invasion, “Unsere Bevölkerung kann zum Opfer von Gewalt werden, „Unser international anerkanntes Gebiet wird besetzt“ – er trifft keine dieser Aussagen und hätte sie auch nicht treffen können.
Putin selbst gibt zu, dass die Russische Föderation als Staat keiner Bedrohung ausgesetzt war. In Gefahr ist ein anderes Russland: das mythologische, Jahrtausende alte, weitere „historische“ Gebiete umfassende Russland. Die Russische Föderation, die in den Grenzen der ehemaligen Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik liegt, wie sie von den Bolschewiki gezogen wurden, ist nur ein Fragment des großen Gebiets der Rus, das auch Belarus und die Ukraine einschließt. Die Gefahr, die Putin verhindern möchte, ist die Trennung und der endgültige Austritt der Ukraine aus dem imaginierten spirituell-politischen Gebiet der “russischen Welt“. Er beendet das Gespräch mit Carlson:
„Die Wiedervereinigung [des einen Volkes] wird kommen. Sie war nie weg,“ sagt Putin selbstsicher.[10]
2. Das Recht auf die Ukraine
Fragen wir uns einmal: Wenn die Führungsperson eines kriegführenden Landes in einer langen Rede über die Untiefen der Geschichte seine Motive erklärt, ist ihm das dann wichtig? Ja, und nichts ist ihm wichtiger. „Eine ernsthafte Unterhaltung.“
Putin erhielt zwei Stunden Sendezeit, um der Welt zu erklären, dass er kein Schurke sei und lediglich Russland vor einer Bedrohung durch die NATO verteidige. Er zog es aber vor seine Hauptredezeit dem für ihn wichtigsten Punkt, nämlich einer primordialistischen[11] Rechtfertigung seines angeblichen „Rechts“ auf die Ukraine zu widmen.
Wie kann man das beschreiben? Als ideologische Obsession – eine fixe Idee.
Im Gegensatz zu unzähligen westlichen Marxist:innen, die darauf bestehen, dass Russland durch die NATO bedroht werde, behauptet Putin selbst nichts dergleichen, und lehnt dies sogar ab. Niemand plant oder plante einen Angriff auf die russische Föderation. Der Grund für den Krieg sei laut Putin die „rechtswidrige“, „blasphemische“ und „historisch kriminelle“ Beseitigung der mythischen Wiege Russlands[12] – Kyjiw und umliegende südliche Gebiete der Rus – aus Russlands Einflussbereich.
Es ist also kein Wunder, dass der NATO-Beitritt Schwedens und Finnlands Putin egal ist. Der einfache Grund: Sie gehören nicht zu dem imaginierten Ursprungsgebiet der „russischen Welt“. Dort spricht man kein Russisch, es gibt keine alten Kirchen der Rus, keine Schauplätze großer Schlachten, keine heiligen Artefakte nationalistischer Mythologie. Die Finn:innen seien wohl kaum als „ein Volk“ mit den Russ:innen zu bezeichnen. Aber die Ukraine liege die Sache anders.[13] Sie zu besitzen ist die fixe Idee des russischen imperialen Nationalismus und von Putin selbst.
Tatsächlich sieht der russische Führer den Krieg als Verteidigungskrieg. Aber in welchem Sinne? Einfach gesagt “verteidigt“ er nicht die Grenzen der Russischen Föderation von 1991[14], sondern die eines alten Reiches, das gemäß seiner tiefsten Überzeugung feindliche Kräfte unrechtmäßig und künstlich aus dem Schoß der jahrtausendealten Staatlichkeit Russlands rissen.
So wie zionistische Führungspersonen überzeugt sind, dass ihr „Recht auf Judäa und Samaria in der Bibel geschrieben“ stehe[15], glaubt die russische Führung, dass Chroniken der Kyjiwer Rus[16] und Briefe Bohdan Chmelnizkis[17] ihr Recht auf den Besitz der Ukraine beweisen würden.
Sowohl für Israel als auch für Russland ist das Konzept internationalen Rechts viel zu neu und hat noch nicht den Test der Zeit bewiesen. Das UN-basierte System des Völkerrechts ist erst 80 Jahre alt, der Europäische Vertrag zur Unverletzbarkeit von Grenzen erst 50.[18] Was soll schon dieser Unfug neben jahrtausendealten Chroniken und heiligen Schriften?
Weil das Völkerrecht Russlands „legitime Ansprüche“ auf die Wiege der russischen Zivilisation ablehne, demütige es Russland, und müsse daher schlechtes Völkerrecht sein! Wenn nicht zugelassen werde, dass historische Gebiete zurückgegeben werden, diene das Recht den Feind:innen Russlands. Wenn die Zerstückelung des einst vereinigten Russischen Reiches fortbestehe, wenn die Ukraine den Schoß der „russischen Welt“ verlassen dürfe, dann sei die Befolgung eines solchen Rechts nicht nur schädlich, sondern kriminell – so in etwa ist die Logik des Kremls.
Kaum jemand würde die tiefen ideologischen Motive der israelischen Führung in ihrem permanenten Krieg um territoriale Expansion bezweifeln. Warum kann die internationale Linke dann nicht sehen, dass Russlands Führung ähnlichen ideologischen Impulsen folgt? Es bedarf einer außergewöhnlichen Blindheit, um Putins Besessenheit von der Eroberung der Ukraine zu ignorieren.
3. Das Konzept eines gespaltenen Volkes
Vielleicht reicht ein einziges Interview nicht aus, um Schlussfolgerungen zu ziehen. Wenden wir uns anderen Reden und Äußerungen Putins zu.
Sechs Monate vor der Invasion, im Juli 2021, als die Welt sich gerade von der Pandemie erholte und eine bevorstehenden Vollinvasion unmöglich schien, veröffentlichte Putin seinen berüchtigten Artikel „Über die historische Einheit der Russen und Ukrainer“.[19] Darin legte er zum ersten Mal umfassend sein Bekenntnis zum primordialistischen Mythos dar und formulierte damit einen ideologischen Grund für seine künftige Invasion.
In diesem völlig pseudowissenschaftlichen Artikel voller Manipulationen und Falschbehauptungen erklärt Putin, dass Russ:innen, Belaruss:innen und Ukrainer:innen keine einzelnen Nationen, sondern Zweige eines einzigen russischen Volkes sind. Die Hauptidee, die sich durch den gesamten Artikel zieht, ist klar: Die ukrainische Identität wurde von den Feind:innen Russlands künstlich konstruiert und gepflegt, um das vereinte Volk zu spalten und seine Teile gegeneinander auszuspielen.
Den Ukrainer:innen wird eine eigene nationale Identität, eine eigene Staatlichkeit und die Möglichkeit, ihre Souveränität nach eigenem Ermessen auszuüben, verwehrt. Zum ersten Mal legt Vladimir Putin systematisch seine Ansichten einer korrekten Weltordnung dar, in der die Ukraine ausschließlich innerhalb des russischen „geistigen und politischen Raums“ existieren darf. Jeder Versuch der Ukraine, diesen Raum zu verlassen, wird als Verstoß gegen die Integrität einer ursprünglichen Harmonie gelesen.
Was ist das, wenn nicht eine direkte Erklärung der ideologischen Motive, die hinter dem Krieg stehen?
Manche mögen behaupten, „das ist vielleicht nur eine von vielen Aussagen. Sicherlich beschreibt Putin in anderen Aussagen pragmatisch die Bedrohungen für Russland durch den westlichen Imperialismus.” Aber Putin hat keinen anderen programmatischen Artikel geschrieben, und sein Text „Über die historische Einheit…” bleibt das einzige und maßgebliche Manifest der Invasion.
Dieselben Aussagen wiederholte Putin in seiner Rede am 21. Februar 2022, drei Tage vor Beginn der Invasion.[20]
„Seit jeher bezeichnetet sich die Bevölkerung der südwestlichen historischen Gebiete der Kyiver Rus als russisch und orthodox“, beginnt er seinen erneuten pseudohistorischen Exkurs.
Die Hälfte seiner Rede widmet er dem ideologischen Argument, dass die Ukraine ein künstlicher, von den Bolschewiki geschaffener Staat sei und dass Lenins krimineller Fehler seiner nationalen Politik ein „hässliches Geschöpf“, eine unabhängige Ukraine, aus dem vereinigten Russischen Reich entfernt habe.[21] Und jetzt liege es offenbar an Putin, diesen schicksalhaften Fehler zu korrigieren.
Zwar geht er in der Rede auch auf die Ausweitung des militärischen Einflusses der NATO in der Ukraine ein, entscheidend ist jedoch der Kontext, in dem er dies anspricht. Laut Putin sei das Problem, dass im 18. Jahrhundert russische zaristische Kriegsherren unter blutigem Einsatz russischer Soldaten die Küstenstädte der Ukraine eroberten, darum würde die dortige Präsenz von NATO-Stützpunkten das Andenkens an die heldenhaften russischen Kolonisator:innen verhöhnen.
Um fair zu sein, sei angemerkt, dass Putin in zwei kurzen Absätzen tatsächlich eine mögliche Bedrohung des international anerkannten Territoriums von Russland durch die NATO erwähnt. Er warnt davor, dass es „wie ein Messer an der Kehle“ sei, wenn die USA Raketen und strategische Bomber in der Ukraine stationieren würde.
Diese kurzen Abschnitte gehen aber im Kontext seiner ausführlichen primordialistischen Rechtfertigung des Kriegs völlig unter. Wäre die Verteidigung gegen eine hypothetische militärische Aggression der NATO tatsächlich ein Hauptgrund, hätte das eine höhere Priorität. Auch ist ein Szenario, in dem Atomwaffen in der Ukraine stationiert werden und die USA die größte Atommacht der Welt angreifen, sehr weit hergeholt, was Putin selbst zwei Jahre später im Interview mit Carlson einräumt. Und außerdem tat Putin nichts, als so ein „Messer an der Kehle“ aus Finnland kam.
Was heißt das nun? Die beiden wichtigsten Enzykliken Putins zur Invasion sind reine Ideologie.
4. Das Kernargument

Vielleicht hat Putin nach vier Jahren Krieg – nach den enormen Opfern, die das ukrainische Volk im Widerstand gegen die Invasion gebracht hat, nachdem Ukrainer:innen in jeder einzelnen Handlung verdeutlicht haben, dass sie sich weigern, unter russischer Herrschaft zu leben – eine pragmatischere Haltung eingenommen und seine fixe Idee der „Wiedervereinigung des geteilten Volkes” aufgegeben? Nein, er bleibt seiner reaktionären Utopie treu.
„Ich habe schon oft gesagt, dass ich das russische und ukrainische Volk als ein Volk betrachte. In diesem Sinne gehört die gesamte Ukraine zu uns“, verkündete Putin im Sommer 2025.[22]
Im selben Sommer beschloss Donald Trump, Russland aus seiner internationalen Isolation zu befreien und Putin zu einem Gipfeltreffen in Alaska einzuladen. Er bot dem russischen Führer wirklich großzügige Zugeständnisse an und hoffte, dass sich dieser als pragmatisch agierender Politiker auf einen Deal einlassen und Frieden machen würde.[23] Aber Trump irrte sich, und es kam zu keinem Abkommen. Die Financial Times beschreibt die Details des geschlossenen Treffens wie folgt:[24]
„Das Angebot der USA, im Gegenzug auf einen Waffenstillstand die Sanktionen zu lockern, lehnte Putin ab und beharrte darauf, dass nur eine Kapitulation der Ukraine den Krieg beenden würde […]. Daraufhin hielt der russische Präsident einen ausschweifenden historischen Exkurs über mittelalterliche Fürsten wie Rurik von Nowgorod und Jaroslaw den Weisen sowie den Kosakenanführer Bohdan Chmelnizki des 17. Jahrhunderts, die er oft zitiert, um seine Behauptung, die Ukraine und Russland seien eine Nation, zu untermauern. Der verblüffte Trump erhob mehrmals seine Stimme und drohte sogar, den Raum zu verlassen. Schließlich brach er das Treffen ab und sagte ein geplantes Mittagessen ab …“
Dieser Punkt sollte betont werden. Im ersten Gespräch zwischen den Führern der beiden größten Atommächte der Welt seit 2022 bespricht Putin mit seinem Amtskollegen weder die „Einkesselung Russlands durch NATO-Stützpunkte“, noch US-amerikanische Atomwaffen in Europa, oder „Russlands Sicherheitsbedenken“, Mittelstreckenraketen oder Raketenabwehr – kurz gesagt keines der Themen, die westliche Linke zum Verständnis Russlands angeblich defensivem Krieg gegen die NATO-Erweiterung nennen.
Stattdessen liegt Putins Fokus ganz woanders. Sein Hauptargument für die Anerkennung seines „Rechts auf die Ukraine“ beim hochrangigen Treffen mit dem US-Präsidenten sind mittelalterliche Legenden. Wieder und wieder hält er lange Reden in der Hoffnung, dass die westlichen Führungspersonen endlich das in der tiefen Antike verwurzelte Konzept des „einen Volkes“ verstehen und dessen Richtigkeit anerkennen.
Wenn das keine ideologische Besessenheit ist, was dann?
5. Praxis
Man könnte natürlich annehmen, dass diese primordialistische fixe Idee der „Wiedervereinigung eines geteilten Volkes“ nicht weiter geht als Putins pseudohistorische Reden auf öffentlichen Veranstaltungen, und dass Russland in Wirklichkeit bloß pragmatisch agiert, um äußerliche Bedrohungen zu eliminieren. Aber das ist nicht der Fall. Die ideologischen Grundsätze der reaktionären Utopie Russlands werden im Verlauf dieses Krieges vollständig verwirklicht.
In den letzten vier Jahren wurde Russland durch eine massive ideologische Kampagne erfasst, die darauf abzielte, die Existenz der Ukraine zu leugnen.[25] Schüler:innen aller russischen Schulen besuchen ab der ersten Klasse „Gespräche über wichtige Dinge“ – wöchentliche Unterrichtsstunden staatlich-chauvinistischer Propaganda.[26] 2023 hat der Kulturminister Wladimir Medinski, einer derjenigen, die einen starken ideologischen Einfluss auf Putin ausüben, Schulbücher so umgeschrieben, dass die Ukraine zu einer von den Bolschewiki künstlich geschaffenen Einheit wird.[27] Der ehemalige Präsident und stellvertretender Vorsitzende des Sicherheitsrats Dimitri Medwedew steht vor einer riesigen Karte, die zwei Drittel des ukrainischen Gebiets als von Russland annektiert zeigt, als er fordert, dass die Unabhängigkeit der Ukraine „für immer verschwinden“ solle.[28] TV-Propagandist Wladimir Solowjow leugnet nicht nur die Existenz der Ukraine, sondern ruft zur Zerstörung ukrainischer Großstädte auf, wenn deren Bevölkerung sich nicht der russischen Armee ergebe und eine russische Identität annehme.[29] Der rechtsextreme Philosoph Alexander Dugin, der in enger Verbindung zum Kreml steht, bezeichnet die Ukraine als „giftigen Fleck auf unserem Territorium“ und argumentiert, dass auch nach vollständiger Besetzung die ukrainische Identität für Jahrzehnte ausgerottet werden müsse, um so ihr Wiederaufleben zu verhindern.[30]
Aber am deutlichsten zeigen sich die primordialistischen Ideen Putins bei der Politik in den besetzten Gebieten. Ein Bericht des UN-Ausschusses für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte 2025 stellte eine systematische Kampagne, zur Auslöschung der ukrainischen Identität in den von Russland annektierten Gebieten fest:[31]
“[…] Menschen in Gebieten unter der wirksamen Kontrolle Russlands sind bei der Ausübung ihres Rechts auf Teilnahme am kulturellen Leben weiterhin erheblich eingeschränkt, ebenso wie in ihrem Recht Sprachen, Geschichte und Kultur von Minderheiten zu praktizieren und unterrichten. [Es gibt] eine groß angelegte Kampagne, um die ukrainische Geschichte, Kultur, kulturelle Identität und Sprache systematisch auszulöschen, Geschichtslehrpläne umzuschreiben und lokale kulturelle Symbole zu unterdrücken sowie um die linguistische Identität ethnischer Minderheiten in Gebieten, die unter der effektiven Kontrolle Russlands stehen, generell zu untergraben.“
Die ideologische Kernarbeit zur Auslöschung der ukrainischen Identität wird an Kindern in besetzten Gebieten durchgeführt. Die ukrainische Sprache wurde aus den Schullehrplänen gestrichen;[32] Kinder, die weiterhin Ukrainisch sprechen, werden gemobbt[33] und ihre Eltern unter Druck gesetzt.[34] Ukrainische Teenager werden in paramilitärische Gruppen rekrutiert, in denen man sie mit russischem Chauvinismus und Feindseligkeit gegenüber der ukrainischen Identität indoktriniert.[35] Auch werden Jugendliche aus besetzten Gebieten in ganzen Netzwerken „militärisch-patriotischer” Lager im Umgang mit Waffen, Kleineinheitstaktiken, dem Umgang mit Drohnen und Feldmedizin ausgebildet, und dadurch auf den Kampf gegen die Ukraine vorbereitet.[36] Gegen die systematische Entführung, Zwangsadoption und Umerziehung von Kindern aus besetzten Gebieten erließ der Internationale Strafgerichtshof 2023 einen Haftbefehl gegen Putin.[37]
Kann man diese Sachverhalte etwa als „provozierte Verteidigungsmaßnahmen gegen die externe Bedrohung durch die NATO“ verstehen? Natürlich nicht! Was man sieht, ist eine konsequente Politik territorialer Expansion und ethnischer Assimilation der ukrainischen Bevölkerung: die buchstäbliche Umsetzung von Putins Doktrin des „einzigen Volkes“.
6. Carthago muss zerstört werden
Marxist:innen sind zumeist argwöhnisch gegenüber ideologischen Motiven für Kriege und greifen stattdessen auf wirtschaftlichen Determinismus oder pragmatische Erklärungen zurück, wie die gegenwärtig verbreitete Theorie des „offensiven Realismus“.[38]
Wenn man es jedoch mit einem System zu tun hat, in dem die oberste Führungsperson praktisch unbegrenzte Macht für sich hat und das größte Atomwaffenarsenal der Welt besitzt, ist sein ideologischer Wahn in der Gestaltung der Realität zentral.
Ein gutes Beispiel dafür ist reaktionäre Utopie der extremen Rechten Israels, die zweifellos als Grundlage für den Völkermord in Gaza und die permanente ethnische Säuberung im Westjordanland dient. Nur wenige linksorientierte Beobachter:innen würden die Rolle zionistischer Doktrinen in der Entwicklung der Nahostpolitik leugnen.
Warum also wird die primordialistische Ideologie des russischen Expansionismus in linken Kommentaren fast vollständig ignoriert? Man kann lange diskutieren, wie Putin zu seinen Ideen kam, und wann und wie sie sich so zuspitzten, dass sie zur Hauptantriebskraft hinter dem Krieg wurden. Aber ihren Einfluss auf die materielle Realität zu leugnen wäre eine Sünde gegen die Wahrheit.
Linke kritisieren Eurozentrismus, tappen aber oft selbst in diese Falle, wenn sie westliche Eliten allein für alle Probleme auf der Welt verantwortlich machen. Genau diese Annahme liegt der Vorstellung des „Verteidigungskriegs Russlands gegen die NATO-Erweiterung” zugrunde. Eine solche eurozentrische Sichtweise entzieht Russland jegliche Handlungsfähigkeit und ignoriert eigene interne Motive und Bestrebungen.
Putins Russland ist zweifellos eine Akteurin auf der Weltbühne, die nicht nur auf äußere Herausforderungen reagiert, sondern ihren Willen durchsetzt. Seine eigene Vision einer richtigen Weltordnung ist die der reaktionären Utopie. Ein zentrales Element dieser Utopie – des „einzigen Volkes“ – ist die Unterwerfung der Ukraine und die radikale Umgestaltung der Identität ihrer Bürger:innen, wofür die annektierten Gebiete als Versuchslabor dienen.
Für Putin ist das Bestehen einer eigenständigen und nicht unterwerfbaren Ukraine zu einer Art “Kathargo geworden, das es zu zerstören gilt – das ist die fixe russische Idee. Ohne ein Verständnis dessen bleibt auch der 24. Februar 2022 unverständlich, und ebenso die immer wiederkehrende enigmatische Aussage der “Beseitigung der Kernursachen des Konflikts”.
Anmerkungen
[1] Branko Marcetic: The Orwellian Attacks on Critics of NATO Policy Must Stop. Jacobin, March 7, 2022. https://jacobin.com/2022/03/russia-ukraine-war-invasion-nato-expansion-criticism
[2] Ian Traynor: Nato allies divided over Ukraine and Georgia | Ukraine The Guardian 2 Dec. 2008 https://www.theguardian.com/world/2008/dec/02/ukraine-georgia
[3] Philippe Conder, Vasco Martin: Russia’s Black Sea fleet in Sevastopol beyond 2017. La revue géopolitique, 23 mai 2010. https://www.diploweb.com/Russia-s-Black-Sea-fleet-in.html
[4] Sergey Sukhankin: Ukraine’s Thorny Path to NATO Membership: Mission (im)possible? International Centre for Defense and Securty, April 22, 2019. https://icds.ee/en/ukraines-stony-path-to-nato-membership-mission-impossible/
[5] Victor Jack: Putin says Russia has ‘no problems’ with Finland, Sweden in NATO. Politico, May 16, 2022 https://www.politico.eu/article/putin-russia-no-problem-finland-sweden-join-nato/
[6] Tucker Carlson: Americans have been trained to hate Putin, and will suffer because of it. Fox News Feb. 23, 2022. https://www.foxnews.com/opinion/tucker-carlson-hate-putin-americans-suffer/
[7] Tucker Carlson interviews Vladimir Putin in Moscow, Russia. Transcript, A Rev, February 6th, 2024.https://www.rev.com/transcripts/tucker-carlson-interviews-vladimir-putin-transcript
[8] Tucker Carlson interviews Vladimir Putin in Moscow
[9] Tucker Carlson interviews Vladimir Putin in Moscow
[10] Tucker Carlson interviews Vladimir Putin in Moscow
[11] Primordialistisch (aus dem Lateinischen primordialis „ursprünglich“, „urwüchsig“) bezeichnet eine Theorie, die ethnische oder nationale Identitäten als tiefe, angeborene und unveränderliche Bindungen betrachtet. Sie entstehen durch gemeinsame Abstammung, Sprache, Religion oder Kultur.
[12] Putin: ‘Kiev is the mother of all Russian cities’. Washington Post, March 18 2024. https://www.washingtonpost.com/video/world/putin-kiev-is-the-mother-of-all-russian-cities/2014/03/18/ef945a80-ae94-11e3-b8b3-44b1d1cd4c1f_video.html
[13] Howard Davis: Serhii Plokhy, The Russo-Ukrainian War: The Return of History. Society, Vol. 60, S. 1040-1044 https://link.springer.com/article/10.1007/s12115-023-00932-y?utm_source=chatgpt.com
[14] Vladimir Putin: Russia’s border ‘doesn’t end anywhere’ BBC News, 24November 20216 https://www.bbc.com/news/av/world-europe-38099842
[15] Nili Wazana: Israel’s Declaration of Independence and the Biblical Right to the Land. The Thora 2018 https://www.thetorah.com/article/israels-declaration-of-independence-and-the-biblical-right-to-the-land
[16] Jacob Wolfe: Imperial nostalgia: The war for the Kievan Rus legacy “. Electronic Theses and Dissertations. Paper 4435. 2024. https://ir.library.louisville.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=5717&context=etd
[17] Zhang, Jiansheng (2025) “False Friends: The Pereiaslav Agreement of 1654 and Competing Narratives in Russian and Ukrainian Historiographies,” Armstrong Undergraduate Journal of History 15 (2), Art. 1 https://digitalcommons.georgiasouthern.edu/aujh/vol15/iss2/1
[18] Schlussakte von Helsinki, unterzeichnet am 1. August 1975 [Anm. Red.].
[19] Vladimir Putin ”On the Historical Unity of Russians and Ukrainians“. President of Russia, July 12, 2021. http://en.kremlin.ru/events/president/news/66181
[20] Address by the President of the Russian Federation. President of Russia, February 21, 2022. http://en.kremlin.ru/events/president/news/67828
[21] Vladimir Putin accuses Lenin of placing a ‘time bomb’ under Russia. The Guardian, 25 Jan. 2016 https://www.theguardian.com/world/2016/jan/25/vladmir-putin-accuses-lenin-of-placing-a-time-bomb-under-russia
[22] Guy Faulconbridge and Vladimir Soldatkin: Putin says ‘the whole of Ukraine is ours’ – in theory. Reuters, June 20, 2025 https://www.reuters.com/world/europe/putin-says-the-whole-ukraine-is-ours-theory-may-take-city-sumy-2025-06-20/
[23] Kylie Atwood and Catherine Nicholls: Trump administration ready to recognize Russian control of Crimea as part of framework to end Ukraine war, source says. CNN, April 19, 2025 https://edition.cnn.com/2025/04/19/europe/trump-administration-crimea-peace-talks-intl
[24] Max Seddon, Henry Foy, Christopher Miller: How Vladimir Putin’s history rant in Alaska nudged Donald Trump closer to Ukraine. Financial Times, Oct. 17, 2025 https://www.ft.com/content/7af3b49e-c4da-405b-8199-3e12957b78c2
[25]Do not call Ukraine invasion a ‘war’, Russia tells media, schools. Al Jazeera, 2 Mar, 2022. https://www.aljazeera.com/news/2022/3/2/do-not-call-ukraine-invasion-a-war-russia-tells-media-schools
[26] ‘Important Conversations for Preschoolers’ Meduza, September 2, 2025 https://meduza.io/en/feature/2025/09/02/important-conversations-for-preschoolers
[27] Pjotr Sauer: Russia releases history schoolbook praising Ukraine invasion. The Guardian, 8 Aug. 2023 https://www.theguardian.com/world/2023/aug/08/russia-releases-history-schoolbook-praising-ukraine-invasion
[28] Dmitry Medvedev calls for Ukrainian independence to ‘disappear forever’. Novaya Gazeta, 4 March 2024 https://novayagazeta.eu/articles/2024/03/04/dmitry-medvedev-calls-for-ukrainian-independence-to-disappear-forever-en-news
[29] United24.media, Oct 25, 2025 https://www.instagram.com/reels/DQaALuCDklY/
[30] Александр Дугин: «Мира больше не будет вообще никогда. Лучше считать именно так». 30. Oktober 2025 https://stolica-s.su/archives/464575
[31] UN Human Rights: UN Committee on Economic, Social and Cultural Rights publishes findings on Chile, Colombia, Laos, Netherlands, Russia, and Zimbabwe. 29 September 2025. https://www.ohchr.org/en/press-releases/2025/09/un-committee-economic-social-and-cultural-rights-publishes-findings-chile
[32] Ukraine: Forced Russified Education Under Occupation June 20, 2024. https://www.hrw.org/news/2024/06/20/ukraine-forced-russified-education-under-occupation
[33] Lesia Pyniak: ‘Maybe you’ll speak Russian?’ A boy stayed silent for five years about the bullying he faced at school. How does living under occupation affect children’s mental health? EU Neighbours East, Oct 16, 2025. https://euneighbourseast.eu/news/stories/maybe-youll-speak-russian-a-boy-stayed-silent-for-five-years-about-the-bullying-he-faced-at-school-how-does-living-under-occupation-affect-childrens-mental-health/
[34] No need for language, burn Ukrainian literature. How children are taught in Russian-occupied villages. EU Neighbours East, April 25, 2025. https://euneighbourseast.eu/news/stories/no-need-for-language-burn-ukrainian-literature-how-children-are-taught-in-russian-occupied-villages/
[35] Viktor Pudak: In the occupied Donetsk region, the number of members of the Young Guard – Yunarmiya military movement has exceeded 4 thousand. Zimina, 12 September 2024 https://zmina.info/en/news-en/in-the-occupied-donetsk-region-the-number-of-members-of-the-young-guard-yunarmiya-military-movement-has-exceeded-4-thousand/
[36] Liz Cookman: Russia has network of 200 camps for ‘brainwashing’ Ukrainian children – report. The Guardian 16 Sep. 2025 https://www.theguardian.com/global-development/2025/sep/16/russia-has-network-of-200-camps-for-brainwashing-ukrainian-children-report
[37] International Criminal Court: Situation in Ukraine: ICC judges issue arrest warrants against Vladimir Vladimirovich Putin and Maria Alekseyevna Lvova-Belova. 17 March 2023. https://www.icc-cpi.int/news/situation-ukraine-icc-judges-issue-arrest-warrants-against-vladimir-vladimirovich-putin-and Maria Alekseyevna Lvova-Belova
[38] Interview with Daniel Bessner: How Should the Left Think About Realism in Foreign Policy? Jacobin, July 6, 2022. https://jacobin.com/2022/07/realism-morgenthau-mearsheimer-international-relations-left
Referenzen
Andriy Mochvan hat diesen Artikel unter dem Titel „The Russian Idée Fixe“ am 1. Januar 2026 in der US-Zeitschrift Counterpunch publiziert und uns zur Publikation auf Deutsch angeboten. https://www.counterpunch.org/2026/01/01/the-russian-idee-fixe/
Die deutsche Version wurde gerade von der ökosozialistischen Zeitschrift emanzipation veröffentlicht.
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Quelle: https://emanzipation.org/2026/03/die-fixe-russische-idee/#_edn7
Fotos und Grafiken
Grafik-Montage Was ist die „Russische Welt“?: Школа політичної аналітики НаУКМА; https://spa.ukma.edu.ua/news-and-events/shcho-take-russkyy-myr/
Grafik Russki Mir: https://en.ppt-online.org/430380
Grafik: 333 Jahre Russischer Imperialismus: IHPan; https://ihpan.edu.pl/zaproszenie-na-konferencje-russkiy-mir-historical-genealogies-geocultural-meanings-strategic-goals-and-possible-boundaries-of-the-russian-world-concept/
Fotos:
Portrait Andriy Movchan: https://emanzipation.org/2026/03/die-fixe-russische-idee/
Wladimir Putin und der rechtsradikale US-Journalist Tucker Carlson im Interview: http://www.kremlin.ru/events/president/news/73411/photos/74852
Andriy Movchan ist ein ukrainischer linker Aktivist, der nach politischer Verfolgung durch die extreme Rechte die Ukraine verlassen musste. Er lebt momentan in Barcelona, wo er sich Medienaktivismus, Kunst, und Journalismus widmet. Seine Arbeit konzentriert sich auf sowjetische und postsowjetische Kontexte. Er ist unter andriyko22@gmail.com erreichbar.